Puristisch, klassisch-elegant oder ländlich
Ob Ihre Küche ruhig, festlich oder gemütlich wirkt, entscheiden Sie
Welches Material zu Ihnen passt, zeigt sich im Alltag
Ein Material wirkt im Musterstück anders als nach fünf Jahren täglichen Kochens. Eiche entwickelt eine Patina. Granit bleibt nahezu unverändert. Keramik verzeiht einen heißen Topf, aber keinen harten Schlag auf die Kante. Diese Unterschiede besprechen wir offen mit Ihnen, bevor Sie sich festlegen. Eine gute Materialwahl richtet sich nach dem Aussehen, aber ebenso nach Ihrer Art zu kochen, nach der Zahl der Hände in der Küche und nach dem Pflegeaufwand, den Sie einplanen möchten.
Als Schreinerei kommen wir vom Holz. Fronten und Korpusse fertigen wir in unserer Werkstatt in Weitnau selbst. Bei Arbeitsplatten aus Naturstein oder Keramik nehmen wir das Aufmaß und planen Ausschnitte und Anschlüsse. Fertigung und Montage der Platte koordinieren wir so, dass sie exakt auf die Möbel trifft. Daraus entstehen Kombinationen, in denen ein Material das andere ergänzt. Beispiele sind eine Massivholzfront mit dunkler Granitplatte oder eine Altholzinsel mit heller Keramik in der Kochzone.
Massivholz und Altholz aus der eigenen Werkstatt
Welche Holzart zu Ihrem Raum passt
Eiche wirkt kräftig und trägt Profile ebenso wie eine grifflose Front. Helle Hölzer wie Esche und Ahorn lassen eine kleine Küche unter der Dachschräge offener erscheinen. Nussbaum setzt an einer Kücheninsel einen dunklen, warmen Akzent. Unsere Empfehlung treffen wir beim Termin vor Ort, abgestimmt auf Lichteinfall und vorhandene Böden.
Altholz trägt Spuren, die sich nicht nachahmen lassen.
Kein Altholzbrett gleicht dem anderen. Wahllos verbaut, überlagern sich Nagellöcher und Sägespuren zu einer unruhigen Fläche. Wir sortieren das Holz deshalb von Hand und legen für jede Front fest, welches Stück dort seinen Platz findet. Kräftig gezeichnete Bretter setzen wir an Stellen, an denen sie zur Geltung kommen, ruhigere gleichen sie aus.
Wie viel Altholz ein Raum verträgt
Eine Küche, die vollständig aus Altholz besteht, kann einen Raum schnell schwer wirken lassen. Oft entfaltet das Material mehr Wirkung, wenn es gezielt ein einzelnes Element bestimmt: ein offenes Wandregal, die Fronten einer Hochschrankzeile oder eine Schublade aus Massivholz. Die übrigen Teile halten wir dann bewusst zurück, wie etwa eine glatte Arbeitsplatte aus Naturstein.Arbeitsplatten für die tägliche Beanspruchung
Granit gehört zu den härtesten Natursteinen in der Küche. Messer hinterlassen auf ihm kaum Spuren, und ein heißer Topf darf kurz abgestellt werden. Die Oberfläche behält über viele Jahre ihr Aussehen. Nicht jeder Stein verhält sich so. Weichere Gesteine wie Marmor oder manche Kalksteine reagieren auf Säure. Zitronensaft oder Essig können dort matte Stellen hinterlassen. Je nach Sorte empfiehlt sich außerdem eine Imprägnierung gegen Öl- und Rotweinflecken. Am Muster zeigen wir Ihnen, was Sie im Alltag von einer bestimmten Sorte erwarten können.
Auch die Bearbeitung der Oberfläche verändert den Charakter. Poliert betont der Stein Farbe und Zeichnung, wirkt aber spiegelnd. Gebürstet oder geflammt erscheint er ruhiger und harmoniert besonders gut mit Massivholz und Landhausfronten.
Stein ist schwer und lässt sich nach dem Zuschnitt nicht mehr anpassen. Ob in einem Altbau in Wangen oder einem älteren Bauernhaus bei Sonthofen: Wände stehen selten exakt im Winkel. Wir messen daher besonders genau und legen Spülen- und Kochfeldausschnitte, Wandanschlüsse und Plattenstöße vorab fest. Zudem prüfen wir, ob der Unterbau das Gewicht sicher trägt. Wünschen Sie eine Unterbauspüle oder eine flächenbündig eingelassene Spüle, berücksichtigen wir das bereits in der Planung.
Gerne kommen wir vorbei, um Sie bei der Auswahl der richtigen Materialien zu beraten. Melden Sie sich einfach.
Hitzebeständig und belastbar bei geringer Stärke
Küchenkeramik wird bei sehr hohen Temperaturen gebrannt. Ihre Oberfläche ist dadurch hart, kaum saugfähig und unempfindlich gegen Hitze. Ein Topf direkt vom Herd hinterlässt keine Spuren, Rotwein und Kaffee dringen nicht ein. Zur Reinigung genügen Wasser und ein mildes Spülmittel.
Keramikplatten sind bereits ab etwa 12 Millimetern Stärke erhältlich. Das eröffnet puristischen Küchen sehr filigrane Kanten. Zudem lassen sich Rückwände, Wangen oder sogar Fronten im selben Dekor wie die Arbeitsplatte gestalten. Die Dekore reichen von Beton- und Steinoptik bis zu fein gezeichneten Marmorbildern. Wer die Ausstrahlung von Marmor schätzt, aber dessen Säureempfindlichkeit vermeiden möchte, findet hier eine Alternative. Eine Schwachstelle hat Keramik: die Kante. Fällt ein schwerer Gusseisentopf unglücklich darauf, kann sie abplatzen. Wir planen Kantenprofil und Überstand deshalb so, dass exponierte Ecken geschützt sind, etwa durch eine leicht gefaste Kante. Als Schneidefläche eignet sich Keramik nicht, da sie Messer schnell stumpf werden lässt. Ein Holzbrett bleibt hier die bessere Wahl.
Besonders gern kombinieren wir Keramik mit Holz. Die kühle, gleichmäßige Fläche lässt Maserung und Farbton einer Eichen- oder Altholzfront deutlicher hervortreten.